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Die Ereignisse in Hadersdorf am Kamp am 6. und 7. April 1945

Ein Jahr später: Exhumierung der Ermordeten

Zwei Jahre später: Der Prozess gegen einige Verantwortliche

Liste der 61 Opfer und deren Kurzbiografie

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Erinnern & Vergessen seit 1945

Pressespiegel

   

über Geschichte hinweggehen

Daniel Spoerri, Universalkünstler und Mitbegründer der Eat-Art hat sich in Hadersdorf am Kamp niedergelassen. Am Hauptplatz wird er ein Museum und ein Restaurant für seine Eat-Art-Happenings eröffnen, ein großes Glück für die Gemeinde, die damit an Attraktivität gewinnt.

Doch wie geschmackvoll kann „Lustig Essen“ nur wenige Meter entfernt vom Ort des Massakers von Hadersdorf sein? Wir haben nach Antworten gesucht, z.B. auf der Webseite von Daniel Spoerri. Jetzt wissen wir, dass „der Hauptplatz des kleinen Ortes ein wahres Schmuckstück mit seinen sorgsam renovierten Barock-, Renaissance- und gotischen Fassaden ist“. Solche Texte kennen wir aus Werbekatalogen für Busreisen, wir wollten es genauer wissen und mit dem Meister selbst sprechen – doch wir wurden nicht vorgelassen.

Massaker und „Lustig Essen“ lassen sich künstlerisch und geschäftlich offensichtlich nur schwer verbinden. Schade, wir haben von Daniel Spoerri, dessen Vater von den Nationalsozialisten ermordet wurde, und der selbst vor ihnen flüchten musste, mehr erwartet als die Weiterführung der sattsam bekannten Hadersdorfer Realität.

Viele Prominenz, vom Landeshauptmann abwärts, wird der Eröffnung der beiden Spoerri-Häuser beiwohnen. Begleitend werden Jakob C. Fielhauer und Gerhard Pazderka mit einer Foot-Art-Performance die Kontinuität der Erinnerungsverweigerung an die Opfer des Nationalsozialismus problematisieren und zum Tabubruch einladen.

Freitag, 19. Juni 2009
17:00 Uhr
Hadersdorf am Kamp / Hauptplatz


Link: http://www.spoerri.at


     
 
           
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