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Die Ereignisse in Hadersdorf am Kamp am 6. und 7. April 1945
Ein Jahr später: Exhumierung der Ermordeten
Zwei Jahre später: Der Prozess gegen einige Verantwortliche
Liste der 61 Opfer und deren Kurzbiografie
Augenzeugen berichten
Erinnern & Vergessen seit 1945

Franz Zeller Gedenktafel in Krems zerstört
2010: "Wir sind kein Nazi-Dorf"
Jugendliche forschen über NS-Zeit




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Personelle Veränderungen in Hadersdorf
Vieles hat sich in Hadersdorf am Kamp seit der letztjährigen Gedenkfeier für die 61 Opfer des SS-Massakers verändert. Von der, versteckt am Friedhof angebrachten Gedenktafel, ist der ergänzende Aufkleber "politische" (Gefangene) schon wieder verschwunden.
Ebenso verschwunden ist der Hauptprotagonist im Hadersdorfer Denkmalstreit, Bernd Toms. Jener Bürgermeister, der ein provisorisches Mahnmal demontieren und mit Kreide auf die Fahrbahn geschriebene Opfernamen von der Feuerwehrjugend weg schrubben ließ, hat sein Amt abgegeben. Toms, der mit seinen Aussagen und Handlungen, politische Gefangene zu Verbrechern stempelte, die Taten des Nationalsozialismus relativierte und selbst vor Handgreiflichkeiten nicht zurückschreckte, wird vielen Menschen in Erinnerung bleiben - für sie hat er Hadersdorf am Kamp zu einer skurrilen braunen Gemeinde degradiert.
Ins Bürgermeisteramt gefolgt ist nun Liselotte Golda. Die ehemalige Vizebürgermeisterin hatte, nach dem Scheitern von Verhandlungen über ein "würdiges Gedenken in Hadersdorf", eine politische Auszeit genommen. Bei den Gemeinderatswahlen im März erreichte sie einen großen Erfolg. An ihr wird es nun liegen, den Ort mit deutlichen Worten und Taten hin zu den Werten der Zweiten Republik zu führen.
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