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Die Ereignisse in Hadersdorf am Kamp am 6. und 7. April 1945

Ein Jahr später: Exhumierung der Ermordeten

Zwei Jahre später: Der Prozess gegen einige Verantwortliche

Liste der 61 Opfer und deren Kurzbiografie

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Erinnern & Vergessen seit 1945

Pressespiegel

   

Streit um Denkmal für NS-Opfer im Kamptal

11/04/2006 Salzburger Nachrichten   

HADERSDORF (SN, APA). Nach der Aufstellung eines provisorischen Denkmals für 61 NS-Opfer in Hadersdorf am Kamp (Bezirk Krems, NÖ) ordnete der Bürgermeister, LAbg. Bernhard Toms (ÖVP), die Entfernung des Gedenksteins an. Um die Gründe dafür tobt nun in Niederösterreich ein Politstreit. Sozialistische Jugend und die Grünen verlangten am Montag den Rücktritt von Toms. "Niemand soll das zu Ostern lesen", soll Toms gesagt haben, bevor er das Denkmal im Gemeindeamt verwahren ließ. Die Feuerwehrjugend habe er die mit Kreide auf die Straße geschriebenen Namen der 61 bei der "Kremser Hasenjagd" Ermordeten abwaschen lassen. Vizebürgermeisterin Lieselotte Golda (ÖVP) verteidigte Toms: "Das Denkmal hatte keine Genehmigung, auch wurde kein Antrag zur Aufstellung eingebracht." Das provisorische Denkmal war Freitag enthüllt worden. Es erinnert an 61 politische NS-Häftlinge, die am 7. April 1945 in Hadersdorf von einer SS-Einheit unter Beihilfe örtlicher NSDAP-Führer erschossen wurden. Der damalige Leiter der Männerstrafanstalt Stein, Franz Kodre, hatte die Häftlinge unter dem Eindruck des nahenden Kriegsendes entlassen. Initiiert wurde das Denkmal von Christine Pazderka, einer Angehörigen eines Opfers, und Historiker Robert Streibel.

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