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Die Ereignisse in Hadersdorf am Kamp am 6. und 7. April 1945

Ein Jahr später: Exhumierung der Ermordeten

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Pressespiegel

   

Annäherung im Streit um Gedenkstätte Hadersdorf

30/05/2005 NÖN Online   

In der Debatte um die Gedenkstätte Hadersdorf am Kamp gibt es jetzt erste Gespräche zwischen der Gemeinde und der Initiatorin Christine Pazderka.

In den letzten Kriegstagen im April 1945 wurden in Hadersdorf am Kamp (Bezirk Krems) 61 politische Gefangene von einer SS-Einheit grausam niedergemetzelt. Um die Errichtung einer Gedenkstätte wurde in den vergangenen Jahren heftig gestritten. Nun scheint es eine erste Annäherung zwischen der Gemeinde und der Initiatorin Christine Pazderka zu geben. Am Dienstag wird eine von Vizebürgermeisterin Liselotte Golda geleitete Arbeitsgruppe zusammentreffen.

"Ich hoffe, dass die Gemeinde nach 60 Jahren endlich die Chance ergreift, um in würdiger Form an das Massaker und die Opfer zu erinnern. Wir sind gespannt, was da herauskommt", so Pazderka, Tochter eines Opfers und Obfrau des Vereins "Gedenkstätte Hadersdorf". Diese hatte bisher nur in virtueller Form bestanden (http://www.gedenkstaette-hadersdorf.at). Immer wieder hatte Pazderka die Gemeinde scharf kritisiert und ihr vorgeworfen, die Mitverantwortung nicht erkennen zu wollen.

Am 7. April 1945 wurden in der Gemeinde Hadersdorf am Kamp 61 politische Häftlinge von einer SS-Einheit - unter Beihilfe Hadersdorfer NSDAP-Führer - erschossen. Sie waren Opfer der so genannten "Kremser Hasenjagd", einem blutigen Massaker, das von NS-Treuen initiiert worden war. Zuvor hatte der Leiter der Männerstrafanstalt Stein, Franz Kodre - unter dem Eindruck des bevorstehenden Kriegsendes - die Häftlinge entlassen.

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