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Die Ereignisse in Hadersdorf am Kamp am 6. und 7. April 1945

Ein Jahr später: Exhumierung der Ermordeten

Zwei Jahre später: Der Prozess gegen einige Verantwortliche

Liste der 61 Opfer und deren Kurzbiografie

Augenzeugen berichten

Erinnern & Vergessen seit 1945

Pressespiegel

   

Gedenken in Hadersdorf verhöhnt!

04-06/2006 DER SOZIALDEMOKRATISCHE KÄMPFER   

In Hadersdorf am Kamp, Bezirk Krems, NÖ wurden im April 1945 61 politische Gefangene, die in der Justizanstalt Stein amtlich entlassen worden waren, von der SS verhaftet und gezwungen, ihr eigenes Massengrab zu schaufeln. Anschließend sind diese Opfer von ihren Peinigern erschossen worden.

Bei der 1946 erfolgten Exhumierung der Leichen und der Untersuchung durch das Gerichtsmedizinische Institut wurde festgestellt, dass Häftlinge, die bei der Exekution nicht sofort den Tod fanden, mit ihren toten Kameraden auf dem Friedhof in Hadersdorf verscharrt worden sind. Die Ermordeten wurden damals in einem gemeinsamen Grab in der Gruppe 40 auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.

Bei einer Gedenkveranstaltung am 7. 4. 2006 wurden in Hadersdorf die Namen der Opfer mit Kreide auf die Straße geschrieben. Das war dem Bürgermeister LAbg. DI Toms, noch dazu vor Ostern, ein Dorn im Auge. Er gab der Feuerwehrjugend den Auftrag, die Namen, die ewig eine Mahnung gegen Faschismus und Terror sind, in der Nacht mit dem Feuerwehrauto wegzuwaschen. Dieser Skandal war der SJ NÖ Anlass genug, den sofortigen Rücktritt von Toms zu fordern. Toms hat als Bürgermeister und ÖVP-Funktionär den Anstand verletzt und die Würde Österreichs verhöhnt!

Warum hat die ÖVP NÖ bis jetzt nicht reagiert? Warum sitzt Bernd Toms noch immer im Bürgermeistersessel? LAbg. Karin Kadenbach hat für die SPÖ NÖ eine Erklärung von Toms gefordert. Bis heute ohne Ergebnis. Toms schweigt sich aus … und was sagt sein Chef, Landeshauptmann Dr. Pröll? Er schweigt! Wie lange noch?

K.G.

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