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Die Ereignisse in Hadersdorf am Kamp am 6. und 7. April 1945

Ein Jahr später: Exhumierung der Ermordeten

Zwei Jahre später: Der Prozess gegen einige Verantwortliche

Liste der 61 Opfer und deren Kurzbiografie

Augenzeugen berichten

Erinnern & Vergessen seit 1945

Pressespiegel

   

Augenzeugen berichten

Peter Liebl, Hadersdorf am Kamp
Landwirt
beobachtete das Massaker

Am 7. April war ich in meinem Hausgarten und hörte Lärm, ich bemerkte aus einer Entfernung von etwa 200 Meter Zivilisten und SS-Männer. Die Zivilisten mussten Gruben schaufeln und dann mussten sie sich bis auf die Unterhose entkleiden. Nunmehr mussten die Leute in die Grube springen und wurden in dieser von den SS-Leuten erschossen. Ich sah auch wie ein junger Bursch kniend mit erhobenen Händen einen SS-Mann anflehte. Darauf hin erhielt er einen Fußtritt in den Rücken und musste mit einem anderen die Böschung hinauf laufen, dann in eine tiefer gelegene Grube springen. Dort wurde er wie die anderen erschossen. Es war etwa 15 bis 17 Uhr. Am nächsten Tag sah ich, dass das von den Zivilisten ausgezogene Gewand und die Schuhe, soweit es nicht gestohlen worden war, von der SS verbrannt wurden. Die Brandstelle ist heute noch sichtbar.

Zeugenvernehmung, Langenlois 21.11.1945

     
 
           
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