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Die Ereignisse in Hadersdorf am Kamp am 6. und 7. April 1945

Ein Jahr später: Exhumierung der Ermordeten

Zwei Jahre später: Der Prozess gegen einige Verantwortliche

Liste der 61 Opfer und deren Kurzbiografie

Augenzeugen berichten

Erinnern & Vergessen seit 1945

Gedenken 2013

Lieder erinnern an SS-Massaker von Hadersdorf

Jugendliche forschen über NS-Zeit

   

Gedenkstättenprojekt:
Gemeinde Hadersdorf/Kamp springt ab!

Fast ein Jahr lang haben wir, der Verein Gedenkstätte – Hadersdorf am Kamp, mit Vertretern der dortigen Gemeinde über Zeichen der Erinnerung verhandelt. Jetzt kurz vor dem 61. Jahrestag des Massakers an 61 politischen Gefangenen, haben die Gemeindevertreter endgültig beschlossen, den Opfern kein Andenken zu bereiten. Als wir vor fast einem Jahr diese Website, die virtuelle Gedenkstätte – Hadersdorf am Kamp eröffneten, zeigten sich die Gemeindevertreter kompromissbereit.

Viele Vorschläge der Gemeinde 

Erinnerungszeichen an die 61 Opfer sollten in der Gemeinde gesetzt werden, sichtbar, ja nicht versteckt hinter einer Friedhofsmauer, betonten die Verantwortlichen. Vorschläge wie Gedenktafeln an den wesentlichen Orten der Ereignisse, ein Gedenkobjekt im Ortskern, eine Ausstellung usw. formulierten die GemeindevertreterInnen.

Damals schrieb man Mai 2005 und wollte mit Gemeinderatsbeschluss bis Herbst alles unter Dach und Fach haben. Soweit kam es bis heute nicht, mit jedem Monat, das ins Land zog haben sich die Gedenkzeichen, die man setzen wollte, reduziert. Angeblich hätten maßgebliche Hadersdorfer Kräfte Vorbehalte.

150 Menschen bei Infoveranstaltung

Im November 2005 veranstalteten wir gemeinsam mit der Gemeinde einen Informationsabend zu den Ereignissen von 1945. Die Gemeindevertreter erwarteten nicht mehr als 30 Besucher, denn zwei Veranstaltungen fanden zeitgleich statt. Gekommen sind mehr als 150 interessierte Menschen aus Hadersdorf und der Umgebung, viele von ihnen konnten das erste Mal genaueres über die Ereignisse erfahren. Es herrschte eine positive Stimmung, den Opfern gehöre ein würdiges Andenken bereitet, war der Tenor.

Projekt verschleppt, Projekt gekippt

Dann folgte ein ausgiebiger Winterschlaf der Gemeindeverantwortlichen, aus ihm erwacht reduzierten sich die Erinnerungszeichen auf eine Gedenktafel im Inneren des Ortsfriedhofs. Als der Verein Gedenkstätte – Hadersdorf am Kamp die Gemeindevertreter einlud, die Enthüllung im Rahmen der Gedenkveranstaltung vorzunehmen, zog sich die Gemeinde restlos zurück: Es wird keine Gedenktafel geben, teilte man mit.

„Wenn es nicht von Herzen kommt, dann sollen sie es ganz bleiben lassen“, das war die erste Reaktion von Christine Pazderka, Obfrau des Vereins und Tochter eines der 61 Ermordeten. „Ich hoffe, irgendwann kommt die Zeit, wo es den Gemeindevertretern ein Bedürfnis ist, diesen 61 Opfern ein würdiges Andenken zu gestalten, wir werden sicher weiter an sie erinnern.“

[ >> download [PDF] - Brief an die Gemeinde ]

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