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Die Ereignisse in Hadersdorf am Kamp am 6. und 7. April 1945

Ein Jahr später: Exhumierung der Ermordeten

Zwei Jahre später: Der Prozess gegen einige Verantwortliche

Liste der 61 Opfer und deren Kurzbiografie

Augenzeugen berichten

Erinnern & Vergessen seit 1945

Gedenken 2013

Lieder erinnern an SS-Massaker von Hadersdorf

Jugendliche forschen über NS-Zeit

   

Fuhrichs Enkelin, eine Begegnung

„Wenn wir bei Ausflügen mit dem Auto hier vorbei gefahren sind, haben die Eltern gesagt, "an der Mauer haben sie deinen Großvater erschossen“, erzählt Gabriele Füchsl und deutet auf die Mauer des Friedhofes von Hadersdorf am Kamp.
Pazderka und Füchsl, zwei Enkel im Gespräch


Frau Füchsl ist die Enkelin von Leopold Fuhrich, einem Opfer des SS-Massakers von Hadersdorf am Kamp. Fuhrich war Rohrleger bei den Gaswerken in der Wiener Leopoldau. Bis zum Verbot der SP war er Betriebs­vertrauens­mann, dann sammelte er bis 1940 Spenden für die Angehörigen verhafteter Arbeitskollegen. 1941 wurde er von der Gestapo festgenommen und wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in der Strafanstalt Stein verbüßte.

Fuhrich war einer der vier Mitarbeitern der Wiener Gaswerke (neben Franz Fiala, Gustav Gebhardt und Marian Porth), die am 7.April 1945 in Hadersdorf ums Leben kamen.


Leopold Fuhrich
Für die Enkelin ist es das erste Mal, dass sie den Ort, in dem sich das Massaker ereignete, betritt - den Friedhof, wo ihr Großvater erschossen wurde, die Straße über die ihn die SS gemeinsam mit den anderen Männern trieb, den Hauptplatz, wo man den Todgeweihten Schaufeln und Spaten in die Hand drückte. Es ist bewegend, diese Orte das erste Mal zu besuchen, bisher kannte sie nur den Flecken Erde am Wiener Zentralfriedhof, wo man die 61 Ermordeten, nach deren Exhumierung 1946, in einem Massengrab verscharrt hat.

Auf dem Hauptplatz von Hadersdorf suchen Füchsls Augen nach einem Zeichen der Erinnerung, ihr Blick bleibt am Kriegerdenkmal hängen. „Die haben ihre Erinnerung“ meint sie, „doch dieser Platz ist groß genug, dass man an alle erinnern sollte“.

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