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Die Ereignisse in Hadersdorf am Kamp am 6. und 7. April 1945

Ein Jahr später: Exhumierung der Ermordeten

Zwei Jahre später: Der Prozess gegen einige Verantwortliche

Liste der 61 Opfer und deren Kurzbiografie

Augenzeugen berichten

Erinnern & Vergessen seit 1945

Gedenken 2013

Lieder erinnern an SS-Massaker von Hadersdorf

Jugendliche forschen über NS-Zeit

   

NEWSLETTER Nr. 19 - 31. März 2010

+++++ Personelle Veränderungen in Hadersdorf +++++
Vieles hat sich in Hadersdorf am Kamp seit der letztjährigen Gedenkfeier für die 61 Opfer des SS-Massakers verändert. Von der, versteckt am Friedhof angebrachten Gedenktafel, ist der ergänzende Aufkleber "politische" (Gefangene) schon wieder verschwunden.

Ebenso verschwunden ist der Hauptprotagonist im Hadersdorfer Denkmalstreit, Bernd Toms. Jener Bürgermeister, der ein provisorisches Mahnmal demontieren und mit Kreide auf die Fahrbahn geschriebene Opfernamen von der Feuerwehrjugend weg schrubben ließ, hat sein Amt abgegeben. Toms, der mit seinen Aussagen und Handlungen, politische Gefangene zu Verbrechern stempelte, die Taten des Nationalsozialismus relativierte und selbst vor Handgreiflichkeiten nicht zurückschreckte, wird vielen Menschen in Erinnerung bleiben - er hat Hadersdorf am Kamp zu einer skurrilen braunen Gemeinde degradiert.

Ins Bürgermeisteramt gefolgt ist nun Liselotte Golda. Die ehemalige Vizebürgermeisterin hatte, nach dem Scheitern von Verhandlungen über ein "würdiges Gedenken in Hadersdorf", eine politische Auszeit genommen. Bei den Gemeinderatswahlen im März erreichte sie einen großen Erfolg. An ihr wird es nun liegen, den Ort mit deutlichen Worten und Taten hin zu den Werten der Zweiten Republik zu führen.

+++++ Gedenken / LIVE-TV: Wir sind kein Nazi-Dorf! +++++
Ganz Österreich wundert sich über Hadersdorf am Kamp: Warum hat ausgerechnet diese kleine Waldviertler Gemeinde so ein Problem sich an 61 Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern? Bei den vergangenen Gemeinderatswahlen wurde die Forderung laut "das Ansehen der Gemeinde wiederherzustellen".

Nun bekommen alle Hadersdorferinnen und Hadersdorfer die Chance, etwas für das Ansehen ihres Ortes zu tun! Anstatt unserer traditionellen Gedenkfeier, bieten wir heuer die Möglichkeit, das Bild des Ortes zu Recht zu rücken: Bei "Wir sind kein Nazi-Dorf!" wird LIVE und unmittelbar die Meinung der Hadersdorferinnen und Hadersdorfer, vom zentralen Hauptplatz, per Internet-TV, in die ganze Welt gesendet. Das Ereignis wird auf der Website http://www.WIR-SIND-KEIN-NAZI-DORF.at zu verfolgen sein.

Alle sind eingeladen, persönlich um ihr Kommen angefragt haben wir: Liselotte Golda, Bürgermeisterin • Andreas Neumayr, VP-Gemeinderat • Franz Ofenböck, Pfarrer • Siegfried Pfeifer, ÖKB • Henryk Pieh, Gemeindearzt • Reinhard Rauscher, Landsknechte • Franz Schmied, SP-Gemeinderat • Daniel Spoerri, Kunstschaffender. Moderation: Dr. Robert Streibel, Idee und Realisierung: Gerhard Pazderka

Samstag, 10. April, 14.00-15.00 Uhr
Hauptplatz / Hadersdorf am Kamp
und LIVE per Internet-TV auf
http://www.WIR-SIND-KEIN-NAZI-DORF.at

+++++ Gedenken in Stein / Krems +++++
Organisiert vom KZ-Verband und den "Freiheitskämpfern", findet am 3. April um 14 Uhr am Friedhof in Stein ein Gedenken an die 386 NS-Opfer der Kremser Hasenjagd statt. Programm: Kranzniederlegung beim Denkmal am Friedhof und anschließend beim griechischen Gedenkstein gegenüber der Justizanstalt Stein, danach folgt ein Heurigenbesuch.

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